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Frauenfeindlichkeit und Schwulendiskriminierung in Musiktexten

- Presseerklärung des LSVD

- SZ Aktikel der Jump Seite

- Hip Hop mal anders: Bericht vom Jugenserver-Saar


 

Frauenfeindlichkeit und Schwulendiskriminierung in Musiktexten


Es gibt in Deutschland bereits Musiker, die sich gegen Diskriminierung und Faschismus aussprechen. Bei dieser Diskussion fällt jedoch immer ein entscheidender Aspekt unter den Tisch: Die wachsende Frauenfeindlichkeit und Schwulendiskriminierung in Musiktexten. Derzeit verbreiten in Deutschland vor allem Berliner Rapper ihre Botschaften in aggressiven, dumpfen Texten.
So stempelt 'Bushido' in seinen Texten Frauen als Objekte ab. "Kommt mit aufs Mädchenklo. Ihr wollt Romantik? Ich ficke mit der Faust! Ich mag es wenn du weinst. Komm Nutte bounce. Spar dir deine Blumen. Hoch mit dem Rock."
Doch damit nicht genug, weiter geht es mit der Beleidigung von Schwulen und Behinderten "Ich jag´ dich um den Block. Du bist eine Schwuchtel, wie Dreck auf dem Boden. (...) Für mich bist du ein Krüppel. (...) Wer ist die Schwuchtel? Wer von euch Spasten reist jetzt noch sein Maul auf? (...) Ganz egal was du denkst, du bist nur schwul." Das Konzept wirkt leider sehr gut und die Texte bleiben immer auf die gleiche Art verhetzend, hier ein Auszug aus Bushidos erstem Chart Erfolg 'Electro Ghetto' " ...hol mir deine Mama her du Bitch ohne Job. (...) Ihr wollt Freiheit? Ihr kriegt ein Autogramm. (...) Ihr seid stockschwul und euch Pennern fehlen die Ideen. (...) ...bumst euch alle, denn mir ist scheiß egal, ob ich euch Tunten gefalle." Die Selbstverherrlichung scheint bei ihm keine Grenzen zu kennen und so ist der folgende Satz wohl auch keine Ausnahme "Salutiert, steht stramm, ich bin der Leader..."
Vor ihm war schon 'Sido' erfolgreich. (Sein Name steht für Super Intelligentes Drogen Opfer). Bedauerlicherweise spiegelt sich nichts von (seiner) Intelligenz in den Texten. "Ok, ich muss gestehen, hier ist es dreckig wie ne Nutte. (...) ...Rosetten sehen aus wie kleine Sterne. Obwohl die von dem Schwulen ausm 11. immer aussieht, als wenn man den Schwanz gerade frisch rauszieht. (...) Wenn ich ficken will, fahr ich runter in den 3., aber die Braut fick ich nur zwischen die Titten." Dies war ein Ausschnitt aus 'Mein Block', doch auch sein zweites in Fernsehen und Radio ausgestrahltes Lied 'Fuffies im Club' hat derartige Zeilen zu bieten. "Ich penn im Wasserbett mit Eva und Jaqueline, sie woll´n sich was dazu verdienen, auf den Knien! Wenn wir die dicken Scheine aus der Potte zieh´n, kriegen alle Frauen sofort harte Nippel in Berlin! (...) ...irgendwann bin ich so reich, dass ich euch alle vergesse! Dann bin ich so groß, dass ich auf euch runterspuck..." Beeindruckend, was man alles sagen kann, ohne sich den Zorn der Fans einzuhandeln.
Und versucht man, die offensichtlich beeinflussenden Botschaften solcher Musiker aufzudecken, gilt man sofort als Punk. Dem ist nicht so, wir selbst unterstützen Rap-Musik und wollen mit Verallgemeinerungen und verkürzter Kritik nichts zu tun haben. Uns ist bekannt, dass derartige Texte in der Untergrundszene öfters zu finden sind und dies schon seit längerer Zeit. Der Grund, weshalb sich derartige Texte nun zu einem Problem entwickeln, das sie früher nie waren, ist die Tatsache, dass solche Inhalte früher nicht in den Charts landen konnten und somit keinen besonderen Einfluss auf die Masse der Jugend hatten. Natürlich wirft dies auch ein Licht auf die Gesellschaft in der wir leben.

Youthsee will derartiges Gedankengut aus den Radiosendern verbannen und für eine Aufklärung in den Medien sorgen.

www.Youthsee.de